Wie die Schweiz die Aufgabe zur grünen IT anführt

green-information-technologyIm Zeitalter des immer weiter fortschreitenden Klimawandels, welcher unvermeidbar mit der Industrialisierung korreliert, ist die Notwendigkeit des Schonens von Ressourcen wie Energie und das Vermeiden des Schadstoffausstoßes größer denn je. Die Frage, welche sich stellt, ist: Wie kann man jedoch wirtschaftliches Wachstum mit dem Schonen der Umwelt kombinieren?

Mittels grüner Informationstechnologie hat die Schweiz womöglich einen Teilerfolg in Aussicht.

Die grüne Informationstechnologie, auch green IT genannt, bezieht sich auf die systematische Anwendung von ökologieerhaltenden Maßnahmen im Bereich der IT. Dabei können dies sowohl indirekte positive Effekte, beispielsweise über den Menschen, als auch direkte Effekte sein, welche zum Erhalt des Ökosystems Erde beitragen.

Neueste Forschungen zeigen, dass bereits jetzt ca. 15% der Elektrizität eines Haushaltes in kleinere elektronische Geräte fließen, es wird davon ausgegangen, dass sich diese Zahl bis 2023 verdoppelt und bis 2030 sogar verdreifacht. Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurde in dem Zentrum für Mikroelektronik in der Schweiz, das Projekt “Guardian Angels for a smarter planet – Schutzengel für einen intelligenteren Planeten” ins Leben gerufen. Das Ziel ist den Energieverbrauch solcher Endgeräte um das zehnfache zu reduzieren.

Ein Ansatz ist hierbei durch tragbare Elektronik Körperwärme und Energie durch Bewegung nutzbar zu machen und Geräte zur Kommunikation mit dieser Energie zu betreiben.

Das womöglich vielversprechendste Konzept ist jedoch das Überarbeiten der Transistoren. “In den letzten 40 Jahren schrumpfte die Größe der Schaltungen enorm, während die anliegenden Spannung weitesgehend gleich blieben. Das Ergebnis ist eine erhöhte Verlustleistung in den Transistoren der Chips, welche seit 1970 in der Form im Gebrauch sind.” Erklärt ein Professor an dem EPFL Nanolab. Ein gutes Beispiel dieser Energiezehrung seien beispielsweise der Verbrauch von mehrkernige Mikroprozessoren, welche selbst ausgeschaltet noch Energie verbrauchen. Ähnliches ist bei den heutzutage weit verbreiteten Smartphones zu beobachten. Die Popularität dieser Transistoren zeigt das enorme Ausmaß und die damit einhergehende Verschwendung von Energie. Gleichzeitig zeigt sich jedoch das riesige Potenzial.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *